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Erste Energieausweise verlieren Gültigkeit

Energieberater müssen mit steigender Nachfrage rechnen

05.03.2018

Seit Jahresbeginn 2018 können sich Energieberater auf eine steigende Nachfrage nach Energieausweisen einstellen. Hintergrund ist, dass im Herbst 2007 die ersten Energieausweise Pflicht wurden. Diese Ausweise verlieren nun nach zehn Jahren ihre Gültigkeit. Im Fall von Neuvermietung, Verpachtung oder Verkauf müssen dann neue Energieausweise entsprechend der aktuellen Energieeinsparverordnung ausgestellt werden. Lediglich Denkmäler sind hiervon weiterhin ausgenommen.

Tipp

Überprüfen Sie in jedem Fall, ob ein Bedarfsausweis oder ein Verbrauchsausweis erforderlich ist. Änderungen im Vergleich zum alten Energieausweis sind möglich.

Es ist möglich, dass in einzelnen Fällen Gebäude, für die bisher Verbrauchsausweis galt, nun nur noch ein Bedarfsausweis erstellt werden darf. Es kann aber auch sein, dass für ein Gebäude, welches bisher einen Bedarfsausweis besaß, nun zugleich ein Verbrauchsausweis zulässig sein kann. Letzteres betrifft insbesondere Gebäude, die vor zehn Jahren gebaut wurden oder bei denen vor zehn Jahren nicht ausreichend Verbrauchsdaten vorlagen. Die unten stehende Abbildung zeigt, wann welcher Energieausweis derzeit zulässig ist. 

Neuer Energieausweis erscheint im neuen Design

Nicht nur die Anforderungen an die Erstellung eines Energieausweises haben sich in den letzten 10 Jahren geändert. Wichtig ist ebenfalls, dass der Energieausweis inzwischen neben einer Registriernummer auch eine neue Skalierung bekommen hat und bei Wohngebäuden nunmehr eine Einteilung in Effizienzklassen erfolgt. Das bewirkt, dass zahlreiche Gebäude mit dem neuen Energieausweis auf den ersten Blick erheblich „schlechter“ aussehen, obwohl sich der energetische Zustand des Gebäudes nicht verschlechtert hat. Im Gegenteil, möglicherweise ist sogar in der Zwischenzeit in eine neue Heizung investiert worden. Unverständnis der Eigentümer und Erklärungsbedarf der Energieberater sind oftmals die Folge.

Während die Skala des Bandtachos im Energieausweis nach EnEV 2007 von 0 bis über 400 kWh/(m²a) reichte, endet das Bandtacho im Energieausweis nach aktueller Norm bei über 250 kWh/(m²a). Besonders bei älteren, nicht oder nur gering sanierten Bestandsgebäuden mit einem Endenergiebedarf von beispielsweise 260 kWh/(m²a) wird der Unterschied sehr auffällig. Diese Gebäude wurden vor 10 Jahren noch dem „Durchschnitt Wohngebäude“ zugeordnet und befanden sich im gelben Bereich. Nunmehr sind sie mit 260 kWh/(m²a) im extrem roten Bereich angekommen und werden der höchsten Energieeffizienzklasse H zugeordnet.

Fragen? Wir helfen!

Bei Fragen rund um den Energieausweis bietet der Expertenservice in der Telefonhotline montags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 030-66 777-881 allen Energieberatern, Ingenieuren, Architekten, Handwerkern oder Technikern persönliche und kostenfreie Beratung an. Außerhalb der Sprechzeiten können die Fragen per Fragen-Kontaktformular schriftlich gestellt werden.