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Sie haben Fragen zum individuellen Sanierungsfahrplan für Wohngebäude?

Rufen Sie uns an:
Fr. Odette Tubies/Hr. Simon Becker
Mo 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Do 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
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FAQ iSFP

Kennen Sie schon die FAQ zum iSFP? Sie finden sie in der Rubrik Fragen? Experten antworten!.

Hilfe für iSFP-Erstellung

In der Rubrik Arbeitshilfen haben wir Ihnen Dokumente zum Download bereitgestellt, die sie bei der Erstellung des iSFP unterstützen.

Kosten im iSFP

Kostendarstellung

Der iSFP enthält geschätzte Kosten für die vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen. Diese werden einerseits für jede/s Maßnahme/npaket ausgewiesen. Andererseits wird die geschätzte, zu erwartende jährliche Gesamtkostenbelastung dargestellt. Diese setzt sich zusammen aus den einmaligen Gesamtinvestitionen (Kosten für Instandhaltung – die sogenannten "Sowieso-Kosten" – und die energieeffizienzbedingten Mehrkosten) und den laufenden Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren. Sie werden als durchschnittliche jährliche Kosten dargestellt. Mögliche Fördergelder werden berücksichtigt.

Verbrauchsbereinigung

Um die geplanten Maßnahmen und ihre Wirtschaftlichkeit einordnen zu können, müssen sie für den Hauseigentümer möglichst wirklichkeitsnah dargestellt sein. Da der tatsächliche Energieverbrauch oftmals niedriger ist als der errechnete Bedarf, werden die Energiekosten im Ist- und im Zielzustand auf Verbrauchsbasis berechnet, während die energetische Bewertung anhand des berechneten Bedarfs erfolgt.

Im Idealfall kann der Energieverbrauch vor der Sanierung auf Grundlage vorhandener Verbrauchsabrechnungen der letzten drei Jahre berechnet werden. Der Energieverbrauchskennwert ist dann mithilfe der "Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte im  Wohngebäudebestand" (BMWi/BMUB, 7. April 2015) zu bereinigen.

Abschließend ist der nach den oben genannten Regeln ermittelte Endenergieverbrauch für Heizung der Klima- und Leerstandsbereinigung zu unterziehen. Der so abgeglichene Verbrauch wird dann ins Verhältnis zu dem errechneten Endenergiebedarf für die Heizung gesetzt. Der sich daraus ergebende Faktor beschreibt die Abweichung zwischen Heizenergieverbrauch und berechnetem -bedarf und ist als prozentuale Abweichung anzugeben. Liegen keine Abrechnungen zu den tatsächlichen Verbräuchen der letzten Jahre vor oder sind diese nicht vollständig, etwa weil die Bewohner gewechselt haben, so kann kein belastbarer Verbrauchswert berechnet werden. Greifen Sie in diesem Fall auf den "typischen Verbrauch" zurück. Dieser beschreibt den durchschnittlichen Heizenergieverbrauch, den ein Gebäude gleicher Größe und gleichen energetischen Standards hat. Er wurde vom Institut für Wohnen und Umwelt aus einer Stichprobe von 1.700 Gebäuden abgeleitet.

Der typische Heizenergieverbrauch berücksichtigt, dass Bewohner von ungedämmten Gebäuden in der Regel sparsamer heizen als Bewohner von gedämmten Gebäuden. Der typische Heizenergieverbrauch wird aus dem berechneten Heizenergiebedarf mithilfe eines Verbrauchsfaktors berechnet.

Die Formel hierfür finden Sie im Handbuch für Energieberater.

Was tun, wenn keine aktuellen Energiekostenabrechnungen vorliegen?

Liegen keine Abrechnungen der Energieversorger vor, ist es alternativ auch zulässig, dass der Berater ein anderes Abgleichverfahren ansetzt. Einige Softwareprogramme bieten Verfahren zum Abgleich an. Zulässig ist es auch, die Nutzungsrandbedingungen, etwa die Rauminnentemperaturen, entsprechend anzupassen, sodass das Nutzerverhalten adäquat abgebildet wird. Entscheidend ist, dass der Energieberater die Energiekosten heute und zukünftig praxisnah abbilden kann.

Zukünftiger Verbrauch

Für den Zielzustand muss der errechnete Bedarf für die Darstellung der Energiekosten im iSFP in einen voraussichtlichen Verbrauch umgerechnet werden. Hierzu ist die Berechnung des typischen Verbrauchs anzuwenden. Wenn Sie über andere verlässliche Berechnungsmethoden verfügen, können Sie diese ebenfalls verwenden. Es ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass der Rebound-Effekt  berücksichtigt wird. Er bezeichnet die Tendenz, dass die Nutzer die Raumtemperaturen nach einer Sanierung deutlich höher einstellen, weil die Heizkosten insgesamt deutlich gesunken sind.

Zur Ermittlung des gesamten typischen Endenergieverbrauchs ist anschließend dem ermittelten Verbrauchsanteil der Heizung noch der Anteil für die Warmwasserbereitung gemäß den oben genannten Pauschalansätzen hinzuzurechnen.