Kontakt

Fragen zu geringinvestiven Maßnahmen? Schreiben Sie uns Ihre Nachricht per Kontaktformular.

Partner

Logo

Hydraulischer Abgleich

Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?

Heizungswasser sucht sich automatisch den Weg des geringsten Widerstands: am liebsten kurze und dicke Rohre. Bei unabgeglichenen Systemen werden Heizkörper in entfernten Räumen nicht ausreichend versorgt, während nahegelegene Räume mit Wärme überversorgt werden.

Stärkere Pumpen oder höhere Vorlauftemperaturen können diese Symptome lindern – auf Kosten höherer Energieverbräuche oder störender Strömungsgeräusche. Eine effiziente und komfortable Lösung ist die saubere Einstellung des Systems – der hydraulische Abgleich.

Vorgehen beim hydraulischen Abgleich

  • Für jeden Raum wird die tatsächlich benötigte Wärmemenge bestimmt. Berücksichtigung finden dabei die Dämmung der Außenwände, die Qualität der Fenster und Verluste über Fußboden und Decke.
  • In Abhängigkeit von der Heizkörpergröße und der Vorlauftemperatur des Heizsystems wird die notwendige Heizwassermenge festgelegt.
  • Um die richtige Pumpenleistung zu ermitteln, muss das gesamte Rohrnetz erfasst oder sinnvoll abgeschätzt werden.
  • Anschließend werden die Voreinstellungswerte für die Thermostatventile oder die Heizkörperverschraubungen berechnet.
  • Ermittelte Werte werden an den Ventilen eingestellt.

Bei Modernisierungsmaßnahmen, die von der KfW-Förderbank mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, muss immer auch ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems durchgeführt werden.

Weitere Infos werden im Film erläutert.

Neue Förderung zur Heizungsoptimierung

Das BAFA fördert auf Grundlage einer neuen Richtlinie seit dem 1. August 2016 die Heizungsoptimierung. Konkret gibt es zwei Fördertatbestände:

  • Ersatz der Heizungsumwälzpumpe und der Warmwasserzirkulationspumpe durch moderne, hocheffiziente Pumpen
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs im bestehenden Heizungssystem. Zusätzlich zum hydraulischen Abgleich können Investitionen zur Optimierung der Anlage gefördert werden wie voreinstellbare Thermostatventile, Strangventile, Technik zur Volumenstromregelung oder Pufferspeicher.

Die Förderung beträgt 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten (höchstens 25.000 Euro) für Leistungen im Zusammenhang mit dem Heizungstausch wie auch mit dem hydraulischen Abgleich.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmer, Freiberufler, Kommunen (sowie kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände) und sonstige juristische Personen (bspw. Vereine, Stiftungen).

Der Förderantrag wird online in zwei Schritten gestellt:

  • Vor Maßnahmenbeginn muss sich der Antragsteller auf der BAFA-Homepage registrieren. Die Umsetzung der geplanten Maßnahme erfolgt auf eigenes finanzielles Risiko.
  • Nach Umsetzung der Maßnahme und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung können die für die Antragstellung relevanten Daten an das BAFA übermittelt werden. Der Link für die Antragstellung wird zum 15.08.2016 freigeschaltet. Das erzeugte Antragsformular muss dann ausgedruckt, unterschrieben und mit allen Rechnungen wieder hochgeladen werden. Es ist nötig, in der Rechnung die zu fördernden Maßnahmen eindeutig zu markieren. Gewerbliche Antragsteller müssen zusätzlich die De-minimis-Erklärung einreichen.

Detaillierte Informationen zu dem Förderprogramm.

Automatischer hydraulischer Abgleich

Der Installateur kann für den hydraulischen Abgleich auch selbstregulierende Heizkörperventile einbauen. Diese werden wie Thermostatventile direkt am Heizkörper angebracht. Neben dem üblichen einstellbaren Thermostatventil enthält es einen Volumenstromregler für den automatischen hydraulischen Abgleich. Eine Berechnung des Rohrnetzes ist nicht mehr nötig. Notwendig sind lediglich Informationen zur Heizlast in den Räumen und den Durchflüssen.

Der Fachmann ermittelt vor Ort die erforderlichen Durchflüsse für jedes Ventil und stellt diese direkt am Ventil ein. Zu heiße oder kalte Räume und störende Geräusche sind dann Vergangenheit. Selbst ein Überangebot an Wärme beispielsweise in den Morgenstunden, wenn der Kessel aufgeheizt wird, wird durch Ventile mit automatischer Durchflussregelung vermieden. Die Temperatur bleibt auf dem gewünschten Niveau.