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Peter Pannier / Dr. Diana Siegert / Odette Tubies / Simon Becker
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Ein Service für Architekten, Ingenieure, Energieberater und Handwerker.

Bewertung


Beim iSFP wird mit Bedarfswerten statt mit den tatsächlichen Verbrauchswerten gearbeitet. Warum? Wo liegt der Mehrwert für den Kunden, der womöglich viel weniger verbraucht?

Im iSFP werden das Nutzerverhalten und die Verbrauchswerte berücksichtigt. Beides ist Grundlage für die Angaben der Energiekosten im iSFP. Es gibt drei Möglichkeiten die Verbrauchswerte zu berechnen.

  1. Im Idealfall kann der Energieverbrauch vor der Sanierung auf Grundlage vorhandener Verbrauchsabrechnungen der letzten drei Jahre berechnet werden. Anschließend wird der Energieverbrauchskennwert mithilfe der „Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte im Wohngebäudebestand“ (BMWi/BMUB, 7. April 2015) bereinigt. Abschließend ist der so ermittelte Endenergieverbrauch für die Heizung zusätzlich der Klima- und Leerstandsbereinigung zu unterziehen.
  2. Liegen keine Abrechnungen zu den tatsächlichen Verbräuchen der letzten Jahre vor oder sind diese nicht vollständig, beispielsweise weil die Eigentümer gewechselt haben, so kann kein belastbarer Verbrauchswert berechnet werden. Greifen Sie in diesem Fall auf den „typischen Verbrauch“ zurück. Dieser beschreibt den durchschnittlichen Heizenergieverbrauch, den ein Gebäude gleicher Größe und gleichen energetischen Standards hat. Er wurde vom Institut für Wohnen und Umwelt aus einer Stichprobe von 1.700 Gebäuden abgeleitet. Die Formel zur Berechnung ist in der Software hinterlegt und wird automatisch angewendet, wenn keine Eingabe des abgeglichenen Verbrauchswertes zuvor erfolgt ist.
  3. Weiterhin kann der Berater auch alternativ eine Anpassung anhand des detaillierten Nutzerverhaltens vornehmen.  Einige Softwares bieten Verfahren zum Abgleich an.


Entscheidend ist, dass Sie die Energiekosten heute und zukünftig praxisnah abbilden können. Die energetische Bewertung des Gebäudes erfolgt grundsätzlich auf Basis des berechneten Bedarfs, um einen Vergleich der Gebäude untereinander zu ermöglichen. Außerdem ist dies für die Angaben zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen durch die KfW notwendig.