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Solarthermie


Was versteht man unter Solarthermie?

Unter Solarwärme (Solarthermie) versteht man die Nutzung von Sonnenenergie zur Erwärmung von Brauchwasser oder zur Unterstützung der Heizung.

Aus eigener Erfahrung weiß jeder: Wenn Sonnenlicht auf einen Gegenstand scheint, erwärmt sich dieser. Diese Tatsache macht man sich bei Solarthermie zu Nutze. Das Funktionsprinzip einer solarthermischen Anlage ist also denkbar einfach: Mit Hilfe von Solarkollektoren wird Wasser erwärmt, welches dann zum Heizen oder in Bad und Küche verwendet wird.

In Wohngebäuden erwärmen solarthermische Anlagen das Wasser für Bad, Dusche oder Abwasch. Auch Waschmaschine und Geschirrspüler können über ein Zusatzgerät direkt mit dem Warmwasser der Solaranlage versorgt werden. So kann Strom, der sonst zur Wassererwärmung benötigt wird, eingespart werden.

Wird die Kollektorfläche auf dem Dach vergrößert, kann die Solaranlage auch zur Heizungsunterstützung herangezogen werden. Mit diesen Anlagen kann dann in den Übergangsmonaten (Frühjahr und Herbst) zusätzlich die Heizung unterstützt und somit Heizenergie eingespart werden.

Passive Solarenergienutzung: Bereits im Altertum wurde die Sonne beim Bau eingeplant und genutzt. Die "Passive Solarenergienutzung" gewinnt ihren Energieertrag zum Beispiel aus der nach Süden ausgerichteten Bauweise eines Hauses.

Auch das Trocknen von Wäsche in der Sonne ist eine passive Nutzung der Sonnenenergie . Wird das Sonnenlicht mit Hilfe von Solarmodulen zur Stromerzeugung genutzt spricht man von Photovoltaik.

Quelle: (dena) http://www.thema-energie.de/energie-erzeugen/erneuerbare-energien/solarwaerme/solarwaerme.html

Nutzung von Sonnenenergie zur Erfüllung des EEWärmeG

Die Energie der Sonne kann durch solarthermische Anlagen genutzt werden. Um die Nutzungspflicht des Wärmegesetzes zu erfüllen, können Gebäudeeigentümer einen bestimmten Anteil ihrer Wärme aus Solarenergie decken. Das Gesetz stellt hierbei auf die Größe des Kollektors und den Typ des Gebäudes ab. Der Kollektor muss bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen 0,04 m² Fläche pro m² beheizter Nutzfläche (berechnet nach EnEV) aufweisen. Hat das Haus beispielsweise eine beheizte Nutzfläche von 100 m², muss der Kollektor 4 m² groß sein. Für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen ist eine verpflichtende Kollektorgröße von 0,03 m² Fläche pro m² beheizter Nutzfläche (berechnet nach EnEV) vorgesehen. Eigentümer aller anderen Gebäude, insbesondere von Nichtwohngebäuden, müssen ihren Wärmeenergiebedarf zu mindestens 15 Prozent decken, falls sie sich für die Nutzung solarer Strahlungsenergie entscheiden. Zu beachten ist, dass die Pflicht nur dann erfüllt wird, wenn der Kollektor mit dem europäischen Prüfzeichen Solar Keymark zertifiziert ist (eine Ausnahme gilt hier nur für Luftkollektoren).

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Wann erfüllt eine Solarthermieanlage bei Ein- und Zweifamilienhäusern das EEWärmeG?

Ist bei einem Wohnhaus mit höchstens zwei Wohneinheiten Solarkollektoren mit einer Fläche von mindestens 0,04 Quadratmeter Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche installiert gilt § 5 Abs. 1 (in dem die 15 % des Wärmeenergiebedarfs festgelegt sind) als erfüllt, siehe Anlage I.

Die Solarkollektoren müssen mit  dem Europäischen Prüfzeichen "Solar Keymark" zertifiziert sein. Es werden keine weiteren Anforderungen an die Solaranlage bzgl. Neigung und Orientierung gestellt.

Wie werden ein Holzofen und eine Solarthermieanlage im EEwärmeG berücksichtigt.

Wie werden ein Holzofen und eine Solarthermieanlage bewertet, die zur Heizungsunterstützung genutzt werden? Das neu zu errichtende Gebäude soll zusätzlich zur Heizung einen Holzofen und eine Solar-thermieanlage erhalten. Unklar bei der Installation ist die Nutzung des Holzofens. Hierzu kann keine tatsächliche Aussage getroffen werden, inwieweit der Holzofen von den Mietern tatsächlich genutzt wird. Ist es sinnvoll den Holzofen aus der Rechnung zur Erfüllung des EEWärmeG zu lassen, oder wie kann man diesen mit einbeziehen?

Der Holzofen (handbeschickt ohne Anschluss an das zentrale Heizungssystem) kann nach DIN 4701 Teil 10 nicht berechnet werden und bleibt daher unberücksichtigt.