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Peter Pannier / Diana Siegert
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Nichtwohngebäude

Regelungen der EnEV 2014 zum Energieausweis

Im folgenden werden die wichtigen Informationen zum Energieausweis nach EnEV 2014 dargestellt. Sollten Sie zusätzlich Fragen haben, finden Sie unter Fragen? Experten antworten. bereits gestellte Fragen und Antworten darauf und können per Kontaktformular auch selber Fragen stellen.

Übergabe des Energieausweises

Nach Fertigstellung eines neu errichteten Gebäudes muss dem Eigentümer unverzüglich ein Energieausweis ausgestellt und übergeben werden. Dies gilt auch für sanierte Gebäude, bei denen energetische Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfes durchgeführt worden sind. Einem potenziellen Käufer oder Mieter ist der Energieausweis oder eine Kopie spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach Abschluss des Kauf- bzw. Mietvertrags zu übergeben.

Aushangpflicht für Energieausweise

Es gibt eine Aushangpflicht für Energieausweise: In behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr und mit einer Nutzfläche von mehr als 250 m² muss ein Energieausweis erstellt und ausgehängt werden. Private Eigentümer von Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr müssen den Ausweis ab einer Nutzfläche von 500 m² aushängen.

Registriernummern für Energieausweise

Jeder neu ausgestellte Energieausweis erhält eine Registriernummer nach §26c EnEV 2014, welche im Ausweisformular vom Aussteller einzutragen ist. Weitere Details dazu finden Sie unter dem Punkt "Kontrollsystem für Energieausweise".

Stärkung der Modernisierungsempfehlungen

Des Weiteren werden die Empfehlungen für kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen nach §20 EnEV 2014 fester Bestandteil des Energieausweises. Auf Seite 4 enthält das Energieausweisformular kurz beschriebene Modernisierungsmaßnahmen sowie Hinweise dazu, ob diese als Einzelmaßnahmen oder im Zusammenhang mit größeren Modernisierungen durchgeführt werden können. Zusätzlich können freiwillig Angaben zu geschätzten Amortisationszeiten und zu den Kosten pro eingesparter Kilowattstunde Endenergie hinzugefügt werden. 

Energieverbrauchsausweise

Energieverbrauchsausweise enthalten Werte für den Endenergie- und den Primärenergieverbrauch (§19 EnEV 2014). Zuvor enthielt der Ausweis nur Angaben zum (End-)Energieverbrauchskennwert. 

Neuerungen bei den Berechnungsverfahren

Das Berechnungsverfahren zur energetischen Bilanzierung von Nichtwohngebäuden hat sich mit Inkrafttreten der EnEV 2014 nicht geändert, jedoch werden Vereinfachungen beim Berechnungsverfahren vorgenommen:

  1. Auch bei Neubauten dürfen bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs die bisher nur für den Bestand geltenden Vereinfachungen bei der Zonierung, der Zuweisung der Hüllflächeneigenschaften sowie der Ermittlung von tageslichtversorgten Bereichen nach DIN V 18559-1 Anhang D verwendet werden.
  2. Wenn für bauliche oder anlagentechnische Komponenten keine anerkannten Regeln der Technik vorliegen, können die Eigenschaften dieser Komponenten angesetzt werden, sofern sie durch dynamisch-thermische Simulationsrechnungen nach Randbedingungen DIN V 18599: 2011-12 ermittelt wurden. Die Nutzung der Vereinfachungen nach Anlage 2 über die Flächenermittlung und Zonierung wird im Energieausweis dokumentiert. 

Angaben zum EEWärmeG

Die Seite 1 des Energieausweises enthält neben Angaben zu möglichen Ersatzmaßnahmen nach EEWärmeG auch Angaben zur Art der verwendeten erneuerbaren Energien und zu deren Deckungsanteilen.