Kontrollsystem für Energieausweise

Aktueller Hinweis für Ausstellungsberechtigte von Energieausweisen

Wir möchten Sie heute darüber informieren, dass es ab dem 1. Juli 2017 zu Veränderungen bei der Akzeptanz von XML-Kontrolldateien bei der EnEV-Registrierstelle kommen wird. Ab diesem Zeitpunkt können nur noch XML-Kontrolldateien übermittelt werden, die nach dem neuen Kontrolldatei­Schema erstellt worden sind.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseiten des DIBt unter: https://www.dibt.de/de/Geschaeftsfelder/GF-EnEV-Registrierstelle.html.

Beantragung von Registriernummern

Mit der EnEV 2014 wurden Kontrollsysteme für Energieausweise und für Inspektionsberichte von Klimaanlagen eingeführt. Die entsprechenden Regelungen beinhalten Maßgaben zur Beantragung und Vergabe von Registriernummern (§26c EnEV). Bei der Beantragung der Nummern sind folgende Daten anzugeben:

Energieausweise

  • persönliche Daten des Antragstellers (Name und Anschrift)
  • Bundesland und  Postleitzahl des Gebäude
  • Ausstellungsdatum des Ausweises
  • Art des Energieausweises (Bedarfs-oder Verbrauchsausweis)
  • Art des Gebäudes (Wohn-oder Nichtwohngebäude, Neubau oder Bestandsgebäude)

Inspektionsberichte

  • persönliche Daten des Antragstellers (Name und Anschrift)
  • Bundesland und Postleitzahl des Gebäudes
  • Nennleistung der inspizierten Klimaanlage

Die Registriernummer wird unverzüglich nach Antragstellung von der Registrierstelle (Deutsches Institut für Bautechnik/DIBt) vergeben.

Stichprobenkontrollen

Aus der Gesamtmenge von Energieausweisen und Inspektionsberichten werden Stichproben eines statistisch signifikanten Prozentanteils für eine genauere Kontrolle gezogen (§26d EnEV 2014). Der Umfang der Kontrollen variiert: Er reicht von einer einfachen Validierung der Eingabe-Gebäudedaten und der Ergebnisse des Energieausweises über eine genauere Überprüfung der Eingabedaten, der Ergebnisse und der Modernisierungsempfehlungen bis hin zu einer vollständigen Prüfung aller Daten mit eventueller Vor-Ort-Begehung des Gebäudes.

Die Umsetzung der Kontrollen liegt bei den Bundesländern. Das DIBt übernimmt vorläufig für maximal sieben Jahre den Vollzug in den Ländern als Registrierstelle und als Kontrollstelle (nur für die elektronische Validitätsprüfung von Energieausweisen und die elektronische Prüfung der Eingabedaten und Ergebnisse im Energieausweis) bis zum Inkrafttreten landesrechtlicher Regelungen (§30 EnEV 2014).

Mit dem Paragrafen 26e EnEV 2014 wird geregelt, dass nicht personenbezogene Daten, die im Rahmen der Kontrollen erhoben werden (z. B. Art des Energieausweises, Art des Gebäudes, usw.), unbefristet gespeichert und „zur Verbesserung der Erfüllung von Aufgaben der Energieeinsparung“ ausgewertet werden können.

Über die Erfahrungen der Stichprobenkontrollen haben die Bundesländer der Bundesregierung erstmals bis zum 1. März 2017 zu berichten (§26f EnEV 2014).

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Teil 1 – Energiebedarfsausweis: Datenaufnahme Wohngebäude

Teil 2 – Modernisierungsempfehlungen für Wohngebäude

Teil 3 – Energieverbrauchsausweise für WG und NWG

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